Meisenknödel – es geht auch DIY

Der Winter bietet Wildtieren allgemein oftmals ein nicht ausreichendes Futterangebot. Während die Jäger und Förster sich um die Großtiere des Waldes kümmern und ihnen Heu in die extra errichteten Futterstellen legen, haben die Stadt- und Landbewohner sich auch eine Gruppe von Tieren ausgesucht, die im Winter füttern – die Wildvögel. Denn diese suchen vermehrt im Winter die Siedlungen auf dem Land und auch die Stadthäuser auf, um hier nach etwas Essbarem zu suchen. Denn die gefrorenen Böden der Wiesen auf dem Land und in den Parks in den Städten bieten keine Möglichkeit dort nach Essbarem zu suchen. Zudem sind bei frostigen Temperaturen kaum Insekten oder andere Kleintiere unterwegs. Und die letzten Früchte im Wald und auf dem Feld sind schon lange abgeerntet. Wer das Gezwitscher von Meisen, Finken und dem frechen Spatz mag, der hängt in seinem Garten oder an einer Vorrichtung auf seinem Balkon einen Meisenknödel auf.

Selbstgemachte Meisenknödel im Meisenknödelhalter

Kaufen oder selbst herstellen?

Meisenknödel gibt es schon im Herbst in vielen Supermärkten und beim Discounter zu kaufen. Allerdings haben heute viele Verbraucher das Gefühl, dass sie mit dem fertig gekauften und zum Aufhängen bereiten Meisenknödel den Vögeln, die in unseren Breiten überwintern, nicht wirklich etwas Gutes tun. Mag sein, dass das Gemisch im Inneren des Knödels durchaus aus hochwertigen Zutaten ist. Doch spätestens, wenn sich die Verbraucher das Netz ansehen, in dem sich das Vogelfutter befindet, bekommen Sie ein mulmiges Gefühl. Das Netz ist nämlich engmaschig und birgt für die Vögel Gefahren. Mit ihren dünnen Füßchen können sich die Vögel nämlich leicht in diesem Netz verfangen. Doch das ist nicht der einzige Kritikpunkt an den fertig zu kaufenden Meisenknödeln. Übrig bleibt, wenn das leckere Innere des Meisenknödels aufgefuttert ist, das Plastik des Netzes übrig. Und das ist Müll, den man eigentlich vermeiden kann. Aus diesem Grund entscheiden sich heute viele Verbraucher die Meisenknödel selbst herzustellen.

Das Grundrezept

Ein Meisenknödel besteht im Allgemeinen aus Sonnenblumenkernen, aus Weizen- bzw. Haferflocken oder auch aus beiden, vermischt mit ca. 300 Gramm Rindertalg, Schweinefett oder Kokosfett. Bei den Kernen kann es sich um eine Mischung aus geschälten und ungeschälten Kernen handeln. Nüsse, getrocknetes Obst und getrocknete Beeren sowie Insekten können ebenfalls in die Masse mit eingemischt werden. Bevor die Masse wird anschließend zu einem Knödel geformt. Bevor die Masse erkaltet, wird ein Stück Schnur bzw. eine Stück Kordel in den Knödel eingearbeitet. – Fertig ist der Meisenknödel, der dann ohne Netz an einem Baum oder an einem vorstehenden Haken auch im Bereich des Balkons aufgehängt werden kann. So bleibt, wenn sich die Vogelschar am Meisenknödel bedient und diesen aufgefuttert hat, kein Müll übrig.

Eine Meisenknödel Auwashl findet man bei Paul’s Mühle.